Montag, August 31, 2009
Notiz an mich
Man sollte während des 90 minütigen Hot Iron-Kurses nie zu laut äußern, dass man direkt im Anschluss an die soeben praktizierte Folterübung sehr gern EINARMIGE Liegestütze MIT Klatschen machen würde. Merke! Manchmal werden Wünsche sofort erfüllt. Einarmige Liegestütze üben!
Da geht noch was.
Sonntag, August 30, 2009
Fettnapf
O. zu einer Bekannten der Mutter: "Ach und Du bist die Nächste und bekommst einen Jungen? Sieht gut aus. Im wievielten Monat bist Du denn?" und blicke anerkennend auf ihren Bauch. Ihr entglitten sämtliche Gesichtszüge, sie wurde umgehend unsicher, verneinte sehr irritiert, setzte sich in Blitzgeschwindigkeit zwischen ihre Freundinnen, so dass man den Bauch nicht mehr zwingend sah. Und fragte schließlich wie ich denn darauf komme. In dem Moment war ich froh, dass ich vorher nicht schon fröhlich auf den vierten Monat getippt hatte. Vermutlich stehe ich jetzt auf ihrer Hass-Liste.
Samstag, August 29, 2009
Der Beruf des Deflorateurs
Dieser Artikel ist einem ganz speziellen Freund gewidmet, der gerade mit sich und dem Leben an sich hadert und sich selbst fragt, was aus ihm werden soll. Nun, mein lieber Freund, es gibt Möglichkeiten ohne Ende. Und ich habe eine wirklich schöne für dich gefunden: Deflorateur. Das hat nichts mit Gartenarbeit zu tun, sondern beschreibt die "schmerzfreie Entjungferung vom Profi".
"Sie können sich hier für den Job des Deflorateurs bewerben.
Deflorateur ist ein Job der auch in 100 Jahren noch gefragt ist und garantiert krisensicher ist.
Sie müssen volljährig sein, gesund, sauber und sollten sich mit Frauen und/oder Mädchen gut auskennen. Ebenso wird ein fundiertes Grundwissen zur Defloration vorausgesetzt. Gearbeitet wird nur in gesicherter Umgebung."
Was es alles gibt. Ich frage mich gerade, wie man seinen Job auf einer Cocktailparty beschreiben würde. Oder welche typische Handbewegung man bei "Wer bin ich?" machen würde. Oder was auf der Visitenkarte steht: "John Doe – professioneller Deflorateur. Sauber. Sicher. 100%" Wenn man den Job gut macht, kann man auf jeden Fall auf eine große Zahl zufriedener Kundinnen zurück blicken. Das ist doch schon mal was und könnte glücklicher machen, als Arbeitsvermittler beim Arbeitsamt zu sein. Du siehst, mein lieber Freund, an Möglichkeiten mangelt es nicht.
Trau dich. Bewirb dich!
Freitag, August 28, 2009
IKEA Mantra
Donnerstag, August 27, 2009
Über Geschmack lässt sich...
Ja, was denn nun? Streiten oder nicht streiten? Nach meinen Recherchen heißt das Sprichwort im Original "Über Geschmack lässt sich nicht streiten". Und doch hört man so oft die Version "Über Geschmack lässt sich streiten". Was ist denn nun wahr?
Meiner Ansicht nach beides. Die Wortwahl des Sprichwortes ist nur etwas missverständlich. Denn über Geschmack lässt sich definitiv streiten. Weil Geschmack etwas rein subjektives ist und damit auch jeder Mensch eine eigene persönliche Meinung hat. Die mit den Meinungen anderer kollidiert, was für Zünd Gesprächsstoff sorgt. Streitbares gibt es wahrlich genug. Mein Lieblingsthema: Film. Mittlerweile habe ich es aufgegeben, mit anderen über Filme zu "diskutieren". Wenn jemandem ein Film nicht gefällt, den ich klasse finde – so what? Ich muss niemanden überzeugen. Ich darf dafür auch Filme scheiße finden, die alle anderen mögen.
Und damit wären wir bei der zweiten Wahrheit. Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Aber nicht, weil es keine Streitpunkte gäbe. Sondern weil es eben keinen Sinn macht. Das Sprichwort sollte daher lauten "Über Geschmack braucht man nicht streiten".
Hab ich schon erwähnt, dass ich den neuen Bond-Song beschissen finde und dass ich Wall-E beschissen fand? Mehr dazu noch diese Woche. Und ich erwarte Eure Meinungen in den Kommentaren.
Mittwoch, August 26, 2009
Haushaltstipps. Heute: Das Ende der Fruchtfliegen
Montag, August 24, 2009
If I were a Boy
… sang Beyoncé eine Zeit lang in den Charts und ließ alle Männer dieser Welt denken: Zum Teufel, wir sind froh, dass Du eine Frau bist!!! Denn mal davon abgesehen, dass der Männerwelt ganz böse was verloren ginge, wenn Miss Knowles ein Mann wäre, so gibt es doch auch keinen Zweifel daran, dass es IMMER besser ist, eine Frau zu sein.
Ha, ich höre schon wieder alle Leserinnen nach Luft schnappen, ihre Fingerknöchel knacken, die Tastatur heran ziehen und Gedanken formen á la "Und was ist mit unseren Monatsschmerzen? Und mit den Schwierigkeiten beim Gebären? Und der Unterbezahlung bei gleicher Arbeit? Und der Ungerechtigkeit im Allgemeinen? Und den Schwierigkeiten, das richtige Outfit zu finden?"
Ach ja. Wir wissen es ja. Andererseits sitze ich nun seit Nächten mit Frauen zusammen (na Jungs, neidisch?) und da bekommt man so die eine oder andere Geschichte zu hören. Und diese bestätigen mir immer wieder, dass es einfach klasse ist, eine Frau zu sein. Denn letztlich haben die Frauen die Fäden in der Hand. Da können wir Kerle uns einbilden, was wir wollen.
Nehmen wir die Geschichte auf dem Recyclinghof, der ich vor wenigen Minuten lauschen durfte. Während wir Männer den Schutt ins Auto packen, zum Hof fahren, alles anmelden und für die wirklich bösen Sachen Geld liegen lassen, während wir alles selbst in die verschiedenen Behälter wuchten, funktioniert das bei Frauen folgendermaßen: Vor lauter Müll im Auto ist nur noch Platz für ein knappes Blüschen. Auf dem Hof angekommen gibt sich Frau erst einmal verwirrt, schüchtern und bittet um (männliche) Hilfe. Die vor lauter angeknicksten Knien, drehenden Füßen, leisen Kichern und Wimpernaufschlägen gar nicht anders können, als persönlich jeglichen Abfall aus dem Auto zu nehmen und in die entsprechenden Tonnen zu befördern. Kostenlos natürlich. Und mit einem wohligen Gefühl und Gedanken an Sex, wenn Frau noch dankbar ein "Oh, du bist aber stark" haucht.
Frauen haben Macht. Es gibt also keinerlei Grund für sie, ein Boy sein zu wollen. Ob ich übrigens gerne eine Frau wäre? Auf keinen Fall. Ich würde nur zu Hause sitzen und den ganzen Tag mit meinen Brüsten spielen.
Sonntag, August 23, 2009
Locker, lässig, Laptop
Habt ihr schon einmal versucht, auf dem Bauch liegend, auf den Ellenbogen abgestützt, vernünftig und entspannt mit einem Laptop zu arbeiten? Also ich kann das nicht. Nach spätestens Dreißig Sekunden schmerzt mein Nacken. Und überhaupt schmerzt schnell alles, da ich trotz großer Hände nicht jede Taste bequem erreiche. Ich verkrampfe mich, lasse meine Arme irgendwann links und rechts schweben, um mehr Freiheit zu bekommen, was beinahe einem Workout gleich kommt. "Und jetzt heben wir Arme und Beine, machen ein Hohlkreuz und halten diese Position, 1, 2, 3, halten, 5 und wieder locker lassen."
Ich kann mir kaum vorstellen, dass man auf dem Bauch liegend wirklich entspannt arbeiten kann. Die Werbeindustrie will uns aber genau das weiß machen. Ist euch schon einmal aufgefallen, wie oft dieses Bild benutzt wird: um zu verdeutlichen, wie einfach ein Gerät ist, oder eine Webseite oder überhaupt irgendwas, das mit Technik oder Internet zu tun hat, wird immer eine junge Frau benutzt, die auf dem Bauch liegend in den vor ihr liegenden Laptop strahlt. Bei ihr ist nie etwas verspannt. Sie scheint ihr ganzes Leben mit nur einem Klick bestreiten zu können. Und sie scheint mit einem ultraflexiblen Rückgrat ausgestattet zu sein.
Vielleicht ist das die Antwort: Nur Frauen können entspannt auf dem Bauch liegen. Und nur Frauen schaffen es ohne Schmerzen, im Web zu surfen, ohne dabei ihren Oberkörper auf den Ellenbogen abzustützen. Aber vielleicht liege ich ja falsch und die Antwort sind nicht die Frauen, sondern die jungen Frauen. Sprich, es liegt einfach am Alter. Oder aber, und das wage ich mir gar nicht auszumalen, die Werbung macht uns hier etwas vor. Nein, das kann doch nicht sein.
Samstag, August 22, 2009
Schere-Stein-Papier
Freitag, August 21, 2009
Promo-Trailer
Halb dösend auf dem Sofa liegend und in die Glotze starrend, wünschte ich mir, die Fernsehsender würden endlich damit aufhören, ihre Promo-Trailer zu kommenden Serien und Filmen nicht so schneiden, als würden die Darsteller eine Art Dialog führen oder Kommentare zum Programm abgeben. Ich kann es nicht mehr sehen, wenn die CSI-Cops Sätze sagen wie „Das muss man gesehen haben“, woraufhin die Medium-Tante meint „Oh, großartig“, um von einer verzweifelten Hausfrau mit „Toll. Die sind wirklich die Besten“ bestätigt zu werden, was irgendeinen Bones-Kameraden zu der Aussage „Das sage ich auch immer“ nötigt. Die Beispiele sind mannigfaltig und der Sinn ist mir absolut schleierhaft. Was bezwecken diese Trailer-Cutter damit? Soll damit das Programm leichter zu merken sein? Soll der gemeine RTL2-Zuschauer mit dem Eindruck geködert werden, das komplette Fernsehprogramm sei eine große, zusammenhängende Show, in der eine Serie und ein Film nahtlos die/den nächsten beeinflusst und ineinander übergeht? Oder ist es nur ein Gag, ohne tieferen Hintergrund? Ich weiß es nicht.
Was ich allerdings weiß, ist die Tatsache, dass es zuviel Eigenwerbung im Programm der Sender gibt. Zusätzlich zur üblichen Produktwerbung nerven diese Trailer und Promos noch mehr. Einen Abend lang im deutschen Fernsehen verbracht, ist man mindestens acht Mal darüber informiert worden welche phantastische Show am Samstag Abend gezeigt wird und welche Spielfilme im Frühjahr ausgestrahlt werden. Und das wiederholt sich bis zum betreffenden Samstag/Frühjahr. Weniger Ankündigung für das Programm würde mehr Platz für das Programm schaffen und weit weniger zum Abschalten nötigen. „Meinst du?“ „Mit Sicherheit.“ „Das sollten sie sich mal anhören.“ „Auf keinen Fall verpassen.“ „Ohja.“